Lasertherapie im Realitätscheck: Was wirklich wirkt – und wo Grenzen liegen

Frau mit einer Narbe auf der Schulter
© iStock / privetik

Auf einen Blick:

  • Lasertherapie ist kein Einheitsverfahren – die Wahl des Lasers muss zur Indikation und Zielstruktur passen.
  • Die beste Evidenz besteht für vaskuläre Läsionen, ausgewählte Pigmentstörungen, Narben und bestimmte Resurfacing-Verfahren.

Wenn Licht zur Therapie wird

Rötungen, Narben, pigmentierte Hautveränderungen oder Zeichen der Hautalterung: Für viele dermatologische Befunde stehen heute unterschiedliche Lasersysteme zur Verfügung. Kaum ein Bereich der Dermatologie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten technologisch so dynamisch entwickelt. Mit der wachsenden Zahl an Verfahren steigt jedoch auch die Herausforderung, Nutzen und Grenzen der einzelnen Anwendungen realistisch einzuordnen. Genau hier setzt die aktuelle S2k-Leitlinie „Lasertherapie der Haut“ an. Sie formuliert indikationsbezogene, konsensbasierte Empfehlungen zum Einsatz von Lasern an der Haut. Für Prof. Dr. Jens Malte Baron aus Aachen steht dabei ein zentrales Prinzip im Vordergrund: Nicht die technische Innovation allein entscheidet über den Therapieerfolg, sondern die Auswahl des geeigneten Verfahrens für die jeweilige klinische Situation.

Nicht jeder Laser ist für jede Indikation geeignet

Der Begriff „Lasertherapie“ beschreibt keine einzelne Behandlungsmethode. Vielmehr stehen zahlreiche Systeme mit unterschiedlichen Wellenlängen und Wirkmechanismen zur Verfügung. Je nach Zielstruktur in der Haut – etwa Blutgefäße, Pigmente oder Wasser – kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Deshalb ist eine präzise Indikationsstellung von entscheidender Bedeutung. Eine erfolgreiche Behandlung setzt voraus, dass Hautbefund, Zielstruktur und Lasersystem optimal aufeinander abgestimmt werden. Was bei einer vaskulären Läsion wirksam ist, muss nicht zwangsläufig auch bei einer pigmentierten Veränderung oder einer Narbe den gewünschten Effekt erzielen. Damit wird deutlich, dass moderne Lasertherapie weit mehr ist als der Einsatz einer bestimmten Technologie. Sie erfordert fundierte Kenntnisse über Hautphysiologie, Lasertechnik und die jeweiligen Krankheitsbilder.

Wo die Evidenz besonders stark ist

Für verschiedene dermatologische Indikationen liegt inzwischen eine umfangreiche wissenschaftliche Evidenz vor. Dazu zählen insbesondere vaskuläre Hautveränderungen, ausgewählte pigmentierte Läsionen sowie bestimmte Formen von Narben. Auch in der Behandlung aktinischer Hautveränderungen und bei Verfahren des Skin Resurfacing haben sich Lasersysteme etabliert. Die wissenschaftliche Grundlage ist jedoch nicht für alle Anwendungen gleichermaßen stark. Während für einige Anwendungen belastbare Empfehlungen vorliegen, ist die Evidenz für andere Einsatzgebiete begrenzter. Gerade deshalb kommt der strukturierten Bewertung wissenschaftlicher Daten eine zentrale Bedeutung zu. Sie schafft die Grundlage für eine evidenzbasierte Therapieentscheidung und hilft dabei, die verfügbaren Verfahren sinnvoll einzuordnen.

Radiofrequenz-Microneedling zeigt frühe Reparatursignale

Wie wichtig die mechanistische Prüfung neuer Verfahren ist, zeigt eine aktuelle Arbeit von Huth, Baron und Kollegen. Untersucht wurde Radiofrequenz-Microneedling (RFMN). Dabei dringen feine Nadeln in die Haut ein und geben gezielt Wärme in der Dermis ab. Im humanen 3D-Hautmodell entstanden dadurch kleine dermale Koagulationszonen, während die Epidermis keine sichtbaren Schäden zeigte.

Auch auf molekularer Ebene reagierte die Haut: Nach 48 Stunden waren unter anderem Gene für die Entzündungsbotenstoffe CCL7, CXCL2 und IL24 stärker aktiv. Zugleich veränderten sich Prozesse, die für den Kollagenstoffwechsel, und an der Erneuerung der Epidermis beteiligt sind. Die kontrollierte Verletzung scheint damit jene Signalwege anzustoßen, die den Übergang zu Reparatur und Gewebeumbau vorbereiten.

Auch bei der Nachsorge lohnt sich ein genauer Blick. Wurde direkt nach dem RFMN eine dexpanthenolhaltige Salbe aufgetragen, waren die Koagulationszonen nach 48 und 120 Stunden weniger deutlich zu erkennen. Nach 120 Stunden zeigten sich zudem Veränderungen bei Genen, die an der Regulation von Entzündungen, am Umbau der extrazellulären Matrix und an der Regeneration der Epidermis beteiligt sind. Damit liefert die Studie neue Hinweise darauf, wie sich die Haut nach RFMN erholt und welche Rolle die anschließende Pflege spielen könnte.

Chancen und Grenzen gehören zusammen

So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten moderner Hautlaser sind, so wichtig bleibt eine realistische Einschätzung ihrer Möglichkeiten. Nicht jede Hautveränderung lässt sich vollständig korrigieren, und nicht jeder Patient profitiert in gleichem Maße von einer Behandlung. Darüber hinaus können – abhängig von Hauttyp, Indikation und eingesetztem Verfahren – vorübergehende Reaktionen wie Erytheme oder Schwellungen auftreten. In seltenen Fällen sind auch Pigmentverschiebungen oder Narbenbildungen möglich. Umso wichtiger sind eine sorgfältige Diagnostik, eine individuelle Therapieplanung und eine umfassende Aufklärung. Denn der Behandlungserfolg hängt nicht allein von der technischen Leistungsfähigkeit eines Lasersystems ab, sondern ebenso von der richtigen Indikationsstellung und der Erfahrung der Behandelnden.

Präzision statt Allheilmittel

Die technischen Möglichkeiten moderner Hautlaser sind beeindruckend. Doch nachhaltige Behandlungserfolge entstehen nicht durch Innovation allein, sondern durch den gezielten Einsatz des richtigen Verfahrens zur richtigen Zeit und bei den richtigen Patienten. Gerade darin liegt die besondere Stärke der Lasertherapie: Sie ermöglicht eine gezielte Behandlung unterschiedlicher Hautveränderungen, ohne den Anspruch eines universellen Allheilmittels zu erheben. Welche Verfahren heute als etabliert gelten, wo ihre Grenzen liegen und welche Entwicklungen die Zukunft prägen könnten, wird auch im Rahmen des CME-zertifizierten Online-Dermatologiekongresses „Vulkan Haut – Ent-Zündungen des Integuments in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter“ diskutiert. Der Vortrag von Prof. Dr. Jens Malte Baron zeigt dabei, wie Innovation und Evidenz in der modernen Dermatologie zusammenwirken.

FAQ: Häufige Fragen

Was ist Lasertherapie der Haut?

Lasertherapie der Haut umfasst verschiedene Verfahren, die gezielt auf Hautstrukturen wie Blutgefäße, Pigmente oder Wasser im Gewebe wirken. Welches Lasersystem geeignet ist, hängt von der jeweiligen Hautveränderung, der Zielstruktur und dem individuellen Therapieziel ab.

Bei welchen Hautveränderungen kann Lasertherapie eingesetzt werden?

Die besten wissenschaftlichen Belege gibt es unter anderem für vaskuläre Hautveränderungen, ausgewählte Pigmentstörungen, bestimmte Narben, aktinische Hautveränderungen und einige Verfahren zur Hauterneuerung, dem sogenannten Skin Resurfacing. Die Eignung muss stets individuell dermatologisch geprüft werden.

Was ist Radiofrequenz-Microneedling und wie wirkt es?

Radiofrequenz-Microneedling, kurz RFMN, ist kein klassisches Laserverfahren. Dabei dringen feine Nadeln in die Haut ein und geben kontrolliert Wärme in der Dermis ab. Untersuchungen zeigen, dass dadurch Reparaturprozesse und Veränderungen im Kollagenstoffwechsel angestoßen werden können.

Welche Risiken und Grenzen hat eine Laserbehandlung?

Je nach Hauttyp, Indikation und Verfahren können nach einer Laserbehandlung vorübergehend Rötungen und Schwellungen auftreten. Seltener sind Pigmentverschiebungen oder Narbenbildungen möglich. Eine sorgfältige Diagnostik, individuelle Therapieplanung und umfassende Aufklärung sind deshalb besonders wichtig.

Dieser Text enthält KI-generierte Inhalte. Sämtliche Inhalte wurden fachlich geprüft und bei Bedarf überarbeitet.

Quellen:

  1. Paasch U, Zidane M, Baron JM et al. S2k-Leitlinie Lasertherapie der Haut (AWMF-Registernummer 013-095). 2022.
  2. Huth S, Marquardt Y, Huth L, Djahed S, Baron JM. Deciphering molecular responses to radiofrequency microneedling in a 3D human skin model: new insights and modulation by aftercare treatment. Front Med, 2026.

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Hier erfahren Sie mehr zum Thema Radiofrequenz-Microneedling: https://www.springermedizin.de/radiofrequenz-microneedling-im-3d-hautmodell/52488800

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Bepanthen® Pflichttext

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Bepanthe® ANTISEPTISCHE WUNDCREME

Wirkstoffe: Dexpanthenol und Chlorhexidinbis(D-gluconat)

Bepanthen® AUGEN- UND NASENSALBE, Bepanthen® LÖSUNG, Bepanthen® WUND- UND HEILSALBE

Wirkstoff: Dexpanthenol

Zusammensetzung:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

1g Creme enthält als Wirkstoffe: 5 mg Chlorhexidinbis (D-gluconat), 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Macrogolstearat 1500; Glycerolmonostearat 40-55; Cetomacrogol 1000; Dickflüssiges Paraffin; Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Dimeticon 1000; Glycerol 85%; Hartparaffin; Hyetellose; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: rac-(3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Wollwachs; Dickflüssiges Paraffin; Weißes Vaselin; Gereinigtes Wasser.

Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe enthält keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe.

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1 ml Lösung enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Natriumbenzoat; Methyl(4-hydroxybenzoat); Propyl(4-hydroxybenzoat); (3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Gebleichtes Wachs; Dickflüssiges Paraffin; Dünnflüssiges Paraffin-Weißes Vaselin-Ceresin-Glycerolmonooleate (veg.)-Wollwachsalkohole-Gemisch (Protegin X); Gereinigtes Wasser; Cetylalkohol (Ph.Eur.); Mandelöl; Stearylalkohol (Ph.Eur.); Weißes Vaselin; Wollwachs.

Anwendungsgebiete:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Zur antiseptischen Behandlung von oberflächlichen Wunden; Schürf-, Riss-, Platz- und Kratzwunden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Hautschädigungen an der Hornhaut, Bindehaut bzw. Nasenschleimhaut.

Bepanthen® LÖSUNG:

Zur Unterstützung der Heilung von Haut- und Schleimhautläsionen verschiedener Ätiologie.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

 

Gegenanzeigen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin, Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei tiefen oder sezernierenden Wunden, Ulcus cruris und unter Verwendung eines Okklusivverbandes.

Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® Lösung; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

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Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Nebenwirkungen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME; Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® LÖSUNG; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Allergischen Hautreaktionen wie z.B. Kontaktdermatitis, allergische Dermatitis, Juckreiz, Rötung, Ekzem, Ausschlag, Nesselsucht, Hautreizung und Bläschen.

Für Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME zusätzlich:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion und anaphylaktischer Schock (potentiell lebensbedrohlich) mit entsprechenden Manifestationen bzgl. Labor und Klinik einschließlich Asthma Syndrom, leichte bis mittelschwere Reaktionen, die potentiell Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Herz-Kreislauf-System beeinflussen, einschließlich Symptomen wie z.B. Ausschlag, Nesselsucht, Ödeme, Juckreiz, Herz- und Atembeschwerden.

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Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

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