Berufsbedingte Hauterkrankungen: Früher handeln, besser versorgen

Automatischer Alkoholspender im Krankenhaus
© iStock / Zephyr18

Auf einen Blick:

  • Berufsbedingte Hauterkrankungen entwickeln sich schleichend und chronifizieren häufig ohne frühe Intervention.
  • Frühzeitige Prävention ist entscheidend, um schwere Verläufe und Berufsaufgabe zu vermeiden.
  • Interdisziplinäre Programme stabilisieren Hautgesundheit und sichern den Verbleib im Beruf.“

Wenn Arbeit unter die Haut geht

Es beginnt oft mit trockenen Händen. Die Haut spannt, rötet sich oder reagiert empfindlich auf Belastungen, die bislang problemlos vertragen wurden. Was zunächst wie eine vorübergehende Irritation erscheint, kann sich schrittweise zu einer chronischen Hauterkrankung entwickeln. Besonders betroffen sind Menschen in Berufen mit intensiver Feuchtarbeit oder häufigem Kontakt zu irritierenden Substanzen – etwa im Gesundheitswesen, im Friseurhandwerk, in der Reinigung oder in handwerklichen Tätigkeiten. Die besondere Herausforderung berufsbedingter Hauterkrankungen: Sie entstehen selten plötzlich. Vielmehr entwickeln sie sich oft über Monate oder Jahre, bis Beschwerden, Arbeitsunfähigkeit oder sogar die Frage nach einem Berufswechsel im Raum stehen. Berufsbedingte Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten – mit erheblichen persönlichen und beruflichen Folgen.

Der richtige Zeitpunkt liegt oft früher als gedacht

Lange Zeit stand vor allem die Behandlung bereits ausgeprägter Hauterkrankungen im Mittelpunkt. Inzwischen hat sich die Perspektive verändert. Der Fokus liegt zunehmend darauf, gefährdete Beschäftigte möglichst früh zu erreichen – bevor chronische Verläufe entstehen. Genau hier setzt das am Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) der Universität Osnabrück entwickelte Konzept der stationären berufsdermatologischen Prävention an. Das Programm verbindet dermatologische Diagnostik und Therapie mit Schulungen, praktischen Hautschutzmaßnahmen sowie psychologischer und gesundheitspädagogischer Unterstützung. Ziel ist nicht nur die Abheilung bestehender Hautveränderungen, sondern vor allem die langfristige Stabilisierung der Hautgesundheit im beruflichen Alltag. Dabei steht ein Gedanke im Mittelpunkt: Erfolgreiche Prävention endet nicht mit der Verordnung einer Creme. Entscheidend ist, ob Betroffene lernen, Belastungen am Arbeitsplatz zu erkennen und wirksame Schutzmaßnahmen dauerhaft umzusetzen.

Mehr als Therapie: Ein interdisziplinärer Ansatz

Berufsbedingte Hauterkrankungen entstehen selten durch einen einzelnen Auslöser. Arbeitsbedingungen, individuelle Hautempfindlichkeit, Schutzverhalten und psychosoziale Faktoren greifen häufig ineinander. Entsprechend komplex sind die Anforderungen an eine erfolgreiche Versorgung. Das Osnabrücker Modell setzt deshalb auf die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen. Dermatologen, Gesundheitspädagogen, Ergotherapeuten und Psychologen begleiten die Betroffenen gemeinsam. Neben der medizinischen Behandlung werden konkrete Strategien vermittelt, die sich unmittelbar in den Arbeitsalltag übertragen lassen. Dieser Ansatz verfolgt ein klares Ziel: Die Erkrankung soll nicht nur gebessert werden. Sie soll möglichst gar nicht erst zum Grund werden, den erlernten Beruf aufgeben zu müssen.

Prävention als Chance für Haut und Beruf

Kaum ein Bereich zeigt so deutlich wie die Berufsdermatologie, welchen Unterschied frühes Handeln machen kann. Je eher Risikofaktoren erkannt und wirksame Schutzmaßnahmen etabliert werden, desto größer sind die Chancen, chronische Verläufe zu verhindern und die berufliche Teilhabe zu erhalten. Prävention wird damit zu weit mehr als einer ergänzenden Maßnahme – sie wird zum zentralen Bestandteil der Versorgung. Wie moderne berufsdermatologische Prävention heute funktioniert und warum frühes Handeln über den weiteren Krankheitsverlauf entscheiden kann, erläutert Prof. Dr. Swen Malte John (Osnabrück) in seinem Vortrag „Berufsbedingte Hauterkrankungen: Früher handeln, besser versorgen“ im Rahmen des CME-zertifizierten Online-Dermatologiekongresses „Vulkan Haut – Ent-Zündungen des Integuments in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter“.

FAQ / Häufige Fragen

Was sind berufsbedingte Hauterkrankungen und wer ist gefährdet?

Sie entstehen durch Feuchtarbeit oder Kontakt mit irritierenden Substanzen. Besonders betroffen sind Beschäftigte im Gesundheitswesen, im Friseurhandwerk, in der Reinigung und in handwerklichen Berufen.

Warum ist frühes Handeln so wichtig?

Berufsbedingte Hauterkrankungen entwickeln sich schleichend über Monate oder Jahre. Frühe Intervention verhindert chronische Verläufe und schützt vor einer drohenden Berufsaufgabe.

Was ist das Osnabrücker Präventionsmodell?

Das am iDerm der Universität Osnabrück entwickelte Programm verbindet dermatologische Therapie mit Schulungen, Hautschutzmaßnahmen und psychologischer Unterstützung – mit dem Ziel, Hautgesundheit im Berufsalltag langfristig zu stabilisieren.

Wie lässt sich eine berufsbedingte Hauterkrankung dauerhaft behandeln?

Neben medizinischer Behandlung müssen Betroffene lernen, Belastungen am Arbeitsplatz zu erkennen und Schutzmaßnahmen dauerhaft umzusetzen – begleitet von einem interdisziplinären Team aus Dermatolog:innen, Ergotherapeut:innen und Psycholog:innen.

Quellen:

  1. Skudlik C, John SM. Stationäre berufsdermatologische Prävention im Institut für interdisziplinäre dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück. Akt Dermatol. 2019;45:546–551. DOI:10.1055/a-0966-4789.
  2. Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm). Stationäres Heilverfahren zur Individualprävention von Berufsdermatosen.
  3. John SM. Optionen für eine vernetzte interdisziplinäre Prävention am Beispiel berufsbedingter Hauterkrankungen. GMS Gesundheitsförderung und Prävention. 2008.

Autor: Dr. Christian Kretschmer

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Bepanthen® Pflichttext

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Bepanthe® ANTISEPTISCHE WUNDCREME

Wirkstoffe: Dexpanthenol und Chlorhexidinbis(D-gluconat)

Bepanthen® AUGEN- UND NASENSALBE, Bepanthen® LÖSUNG, Bepanthen® WUND- UND HEILSALBE

Wirkstoff: Dexpanthenol

Zusammensetzung:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

1g Creme enthält als Wirkstoffe: 5 mg Chlorhexidinbis (D-gluconat), 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Macrogolstearat 1500; Glycerolmonostearat 40-55; Cetomacrogol 1000; Dickflüssiges Paraffin; Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Dimeticon 1000; Glycerol 85%; Hartparaffin; Hyetellose; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: rac-(3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Wollwachs; Dickflüssiges Paraffin; Weißes Vaselin; Gereinigtes Wasser.

Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe enthält keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe.

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1 ml Lösung enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Natriumbenzoat; Methyl(4-hydroxybenzoat); Propyl(4-hydroxybenzoat); (3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Gebleichtes Wachs; Dickflüssiges Paraffin; Dünnflüssiges Paraffin-Weißes Vaselin-Ceresin-Glycerolmonooleate (veg.)-Wollwachsalkohole-Gemisch (Protegin X); Gereinigtes Wasser; Cetylalkohol (Ph.Eur.); Mandelöl; Stearylalkohol (Ph.Eur.); Weißes Vaselin; Wollwachs.

Anwendungsgebiete:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Zur antiseptischen Behandlung von oberflächlichen Wunden; Schürf-, Riss-, Platz- und Kratzwunden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Hautschädigungen an der Hornhaut, Bindehaut bzw. Nasenschleimhaut.

Bepanthen® LÖSUNG:

Zur Unterstützung der Heilung von Haut- und Schleimhautläsionen verschiedener Ätiologie.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

 

Gegenanzeigen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin, Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei tiefen oder sezernierenden Wunden, Ulcus cruris und unter Verwendung eines Okklusivverbandes.

Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® Lösung; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Für Bepanthen® LÖSUNG zusätzlich:

Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Nebenwirkungen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME; Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® LÖSUNG; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Allergischen Hautreaktionen wie z.B. Kontaktdermatitis, allergische Dermatitis, Juckreiz, Rötung, Ekzem, Ausschlag, Nesselsucht, Hautreizung und Bläschen.

Für Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME zusätzlich:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion und anaphylaktischer Schock (potentiell lebensbedrohlich) mit entsprechenden Manifestationen bzgl. Labor und Klinik einschließlich Asthma Syndrom, leichte bis mittelschwere Reaktionen, die potentiell Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Herz-Kreislauf-System beeinflussen, einschließlich Symptomen wie z.B. Ausschlag, Nesselsucht, Ödeme, Juckreiz, Herz- und Atembeschwerden.

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Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

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Enthält Wollwachs, Stearylalkohol und Cetylalkohol. Packungsbeilage beachten. Kontakt mit den Augen vermeiden.

Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland

Stand: 03/2024

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