Wie Kommunikation den Therapieerfolg in der Dermatologie prägt

Dermatologin im weißen Arztkittel untersucht die Haut am Handgelenk einer Patientin
© iStock / LightFieldStudios

Auf einen Blick:

  • Therapieerfolg hängt maßgeblich von der Adhärenz ab und verbessert klinische Outcomes und Lebensqualität.
  • Adhärenz wird stark durch Arzt-Patienten-Kommunikation, Vertrauen und individuelle Patientenfaktoren bestimmt.
  • Einfache, alltagstaugliche Therapien sowie unterstützende Maßnahmen können die Adhärenz verbessern.“

Wenn gute Therapien im Alltag scheitern

Die Behandlung scheint klar, die Diagnose steht fest und die Therapie gilt als wirksam. Dennoch bleibt der gewünschte Erfolg aus. Solche Situationen gehören zum Alltag in der Dermatologie. Nicht immer liegt die Ursache in der Erkrankung selbst oder in den verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten. Häufig entscheidet sich der Erfolg erst nach dem Verlassen der Praxis. Manche Patienten lösen ein Rezept gar nicht erst ein. Andere wenden Arzneimittel unregelmäßig an oder beenden die Therapie vorzeitig. Wieder andere verändern Dosierungen eigenständig oder verlieren im Verlauf die Motivation. Für Ärzte ist das oft schwer zu erkennen. Die Folgen können jedoch erheblich sein: schlechtere klinische Ergebnisse, anhaltende Beschwerden, eine geringere Lebensqualität und vermeidbare Behandlungskosten.

Warum Kommunikation mehr ist als Aufklärung

Auf den ersten Blick erscheint Adhärenz wie eine Frage der Disziplin. Die wissenschaftliche Evidenz zeichnet jedoch ein deutlich komplexeres Bild. Ob Patienten eine Therapie umsetzen, wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst: dem individuellen Krankheitsverständnis, früheren Erfahrungen, sozialen Rahmenbedingungen, dem wahrgenommenen Nutzen der Behandlung und nicht zuletzt der Beziehung zum behandelnden Arzt. Gerade bei chronischen Hauterkrankungen spielen diese Aspekte eine besondere Rolle. Krankheiten wie atopische Dermatitis, Psoriasis oder Akne betreffen nicht nur die Haut, sondern häufig auch das Selbstbild, soziale Kontakte und das psychische Wohlbefinden. Hier gewinnt die Kommunikation zwischen Arzt und Patient eine zentrale Bedeutung. Aufklärung allein reicht oft nicht aus. Erfolgreiche Behandlung entsteht dort, wo Sorgen, Erwartungen und praktische Herausforderungen offen angesprochen werden können. Patienten müssen verstehen, warum eine Therapie notwendig ist, welchen Nutzen sie erwarten dürfen und welche Schwierigkeiten unterwegs auftreten können.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Die gute Nachricht lautet: Adhärenz ist kein unveränderlicher Faktor. Vielmehr gibt es zahlreiche Ansatzpunkte, um Patienten im Behandlungsalltag besser zu unterstützen. Dazu gehören möglichst einfache Therapieschemata, eine Reduktion unerwünschter Wirkungen sowie regelmäßige Kontakte zwischen Patienten und Behandlern. Auch digitale Unterstützungsangebote wie Erinnerungen per Smartphone, digitale Fragebögen oder internetbasierte Begleitprogramme können Patienten dabei ermutigen, Behandlungen konsequenter umzusetzen. Ebenso wichtig ist die Wahl einer Therapie, die sich im täglichen Leben gut umsetzen lässt. Gerade in der Dermatologie spielen praktische Aspekte eine größere Rolle, als häufig angenommen wird. Fettende, unangenehm riechende oder aufwendig anzuwendende Präparate werden oft weniger konsequent genutzt als gut akzeptierte Formulierungen. Die beste Therapie ist letztlich nicht die theoretisch wirksamste, sondern diejenige, die tatsächlich angewendet wird. Studien zeigen zudem, dass Verbesserungen der Adhärenz häufig unmittelbar mit besseren klinischen Ergebnissen einhergehen. Dies wurde unter anderem für Patienten mit Psoriasis, atopischer Dermatitis und Akne beschrieben.

Zwischen Rezept und Behandlungserfolg liegt der Alltag der Patienten

Damit wird klar: Der Therapieerfolg entscheidet sich nicht allein auf dem Rezeptblock. Wer Adhärenz fördert, verbessert daher nicht nur die Anwendung von Medikamenten, sondern häufig auch Krankheitsverlauf und Lebensqualität. Wie Kommunikation, Psychologie und dermatologische Versorgung zusammenwirken und warum die Arzt-Patienten-Beziehung oft mehr Einfluss auf den Behandlungserfolg hat als vermutet, erläutert Prof. Dr. Uwe Gieler (Gießen) in seinem Vortrag „Wie Kommunikation den Therapieerfolg in der Dermatologie prägt“ im Rahmen des CME-zertifizierten Online-Dermatologiekongresses „Vulkan Haut – Ent-Zündungen des Integuments in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter“.

FAQ / Häufige Fragen

Warum scheitern wirksame Therapien in der Dermatologie manchmal?

Patient:innen lösen Rezepte nicht ein, wenden Medikamente unregelmäßig an oder brechen die Therapie vorzeitig ab. Der Erfolg einer Behandlung entscheidet sich oft erst nach dem Verlassen der Praxis.

Was versteht man unter Adhärenz und warum ist sie so wichtig?

Adhärenz beschreibt, wie konsequent Patient:innen eine Therapie umsetzen. Sie beeinflusst maßgeblich die klinischen Ergebnisse und die Lebensqualität – besonders bei chronischen Erkrankungen wie Psoriasis, atopischer Dermatitis oder Akne.

Welche Rolle spielt die Arzt-Patienten-Kommunikation für den Therapieerfolg?

Eine offene, vertrauensvolle Kommunikation hilft Patient:innen, den Nutzen einer Therapie zu verstehen und Hindernisse im Alltag anzusprechen. Aufklärung allein reicht oft nicht aus – Sorgen und Erwartungen müssen aktiv thematisiert werden.

Wie kann die Adhärenz bei Hautpatienten gezielt verbessert werden?

Einfache Therapieschemata, gut verträgliche Formulierungen sowie digitale Unterstützungsangebote wie Erinnerungen per Smartphone oder Begleitprogramme können Patient:innen helfen, Behandlungen konsequenter und langfristiger umzusetzen.

Quellen:

  1. Lo A, Sharma AN, Barbieri JS et al. Adherence to treatment in dermatology: Literature review. J Eur Acad Dermatol Venereol Clin Pract. 2024.
  2. Gieler U. Skin and Psychosomatics – Psychodermatology today. J Dtsch Dermatol Ges. 2020.
  3. Balieva FN, Kupfer J, Lien L et al. The Role of Therapy in Impairing Quality of Life in Dermatological Patients Across Europe. Acta Derm Venereol. 2018.

Autor: Dr. Christian Kretschmer

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Wirkstoffe: Dexpanthenol und Chlorhexidinbis(D-gluconat)

Bepanthen® AUGEN- UND NASENSALBE, Bepanthen® LÖSUNG, Bepanthen® WUND- UND HEILSALBE

Wirkstoff: Dexpanthenol

Zusammensetzung:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

1g Creme enthält als Wirkstoffe: 5 mg Chlorhexidinbis (D-gluconat), 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Macrogolstearat 1500; Glycerolmonostearat 40-55; Cetomacrogol 1000; Dickflüssiges Paraffin; Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Dimeticon 1000; Glycerol 85%; Hartparaffin; Hyetellose; Gereinigtes Wasser.

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Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

 

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Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin, Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei tiefen oder sezernierenden Wunden, Ulcus cruris und unter Verwendung eines Okklusivverbandes.

Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® Lösung; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

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Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Nebenwirkungen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME; Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® LÖSUNG; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Allergischen Hautreaktionen wie z.B. Kontaktdermatitis, allergische Dermatitis, Juckreiz, Rötung, Ekzem, Ausschlag, Nesselsucht, Hautreizung und Bläschen.

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Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

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