Lauffeuer: Tropische (Vektor-)Infektionen auf dem Vormarsch

Gefährliche Zika infizierte Moskitohaut biss. Leishmaniose, Enzephalitis, Gelbfieber, Dengue, Malaria-Krankheit, Mayaro oder Zika Virus Infektiöse Culex Mosquito Parasiten Makro
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Auf einen Blick:

  • Tropische Vektorinfektionen sind zunehmend auch in Deutschland relevant.
  • Neue Vektoren (v. a. Asiatische Tigermücke) verändern die epidemiologische Lage.
  • Erkrankungen wie Dengue, Chikungunya und West Nil Virus müssen differenzialdiagnostisch mitgedacht werden.
  • Hautmanifestationen/Exantheme sind häufig frühe klinische Hinweise.

Wenn Tropenmedizin vor der Haustür ankommt

Tropische Infektionskrankheiten galten lange als klassische Reisemitbringsel. Wer an Dengue-Fieber, Chikungunya oder andere vektorübertragene Erkrankungen dachte, hatte vor allem ferne Reiseziele vor Augen. Doch diese Perspektive verändert sich. Vektoren und Erreger überschreiten zunehmend geografische Grenzen und rücken damit auch in Deutschland stärker in den Fokus der medizinischen Versorgung.

Für Oberstarzt a. D. Dr. Marcellus Fischer ist diese Entwicklung seit Jahren beobachtbar. Der Dermatologe und Tropenmediziner aus Hamburg beschäftigte sich über Jahrzehnte mit Infektionskrankheiten an der Schnittstelle von Tropenmedizin, Dermatologie und öffentlicher Gesundheit. Heute stellt sich die Frage nicht mehr nur, welche Erkrankungen Reisende aus tropischen Regionen mitbringen könnten, sondern zunehmend auch, welche Infektionsrisiken sich vor Ort etablieren.

Neue Vektoren verändern die epidemiologische Lage

Im Mittelpunkt stehen dabei Arthropoden wie Mücken und Zecken, die Krankheitserreger übertragen können. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden Veränderungen der Verbreitung von Vektoren in Europa seit Jahren intensiv beobachtet. Besonders die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) hat sich in mehreren Regionen Deutschlands etabliert. Mit der Ausbreitung geeigneter Vektoren wächst auch die Aufmerksamkeit für Erkrankungen, die bislang vor allem in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet waren. Zwar bleiben viele Infektionen weiterhin reisemedizinisch assoziiert, doch die epidemiologischen Rahmenbedingungen verändern sich. Klimatische Faktoren, internationale Mobilität und globale Warenströme tragen dazu bei, dass sich Vektoren und Erreger in neuen Regionen ansiedeln können.

Damit wird deutlich: Tropenmedizin ist längst nicht mehr ausschließlich ein Thema für spezialisierte Zentren oder Fernreisende.

Von Dengue bis West-Nil-Virus

Zu den wichtigsten vektorübertragenen Erkrankungen zählen weltweit Dengue-, Chikungunya- und Zika-Virus-Infektionen sowie das West-Nil-Fieber. Während Dengue-Fieber in Deutschland überwiegend bei Reiserückkehrern diagnostiziert wird, wurden Infektionen mit dem West-Nil-Virus in den vergangenen Jahren wiederholt auch hierzulande nachgewiesen. Für die klinische Praxis bedeutet dies vor allem eines: Die differenzialdiagnostische Aufmerksamkeit gewinnt an Bedeutung. Fieberhafte Erkrankungen, Exantheme oder andere unspezifische Symptome können in Einzelfällen auf Infektionen hinweisen, die bislang nicht unmittelbar mit Deutschland in Verbindung gebracht wurden. Gerade Hautveränderungen spielen bei vielen dieser Erkrankungen eine wichtige Rolle. Exantheme gehören häufig zu den frühen klinischen Manifestationen und können erste Hinweise auf die zugrunde liegende Infektion liefern. Dermatologen nehmen daher eine wichtige Rolle bei der frühen Einordnung entsprechender Befunde ein.

Aufmerksamkeit wird zum entscheidenden Faktor

Die größte Herausforderung besteht häufig nicht in der Verfügbarkeit diagnostischer Verfahren, sondern im rechtzeitigen Erkennen möglicher Verdachtsfälle. Erkrankungen, die selten erscheinen, werden im klinischen Alltag leicht übersehen. Gleichzeitig können sich epidemiologische Rahmenbedingungen schneller verändern als etablierte diagnostische Routinen. Vor diesem Hintergrund gewinnen die enge Zusammenarbeit zwischen Dermatologie, Infektiologie, Tropenmedizin und öffentlichem Gesundheitswesen sowie die kontinuierliche Beobachtung epidemiologischer Entwicklungen an Bedeutung. Entscheidend ist nicht allein die Kenntnis einzelner Erreger, sondern das Verständnis dafür, wie sich Infektionsrisiken verändern und welche Konsequenzen sich daraus für die Versorgung ergeben.

Tropenmedizin im Wandel

Was lange als Randgebiet der Medizin erschien, entwickelt sich zunehmend zu einem Thema mit unmittelbarer Relevanz für die Versorgung in Deutschland. Welche Herausforderungen daraus für Diagnostik, Prävention und klinische Versorgung entstehen, wird auch im Rahmen des CMEzertifizierten Online-Dermatologiekongresses „Vulkan Haut – Ent-Zündungen des Integuments in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter“ diskutiert. Der Vortrag von Oberstarzt a. D. Dr. Marcellus Fischer zeigt anschaulich, wie eng globale Entwicklungen und der medizinische Alltag inzwischen miteinander verknüpft sind.

FAQ / Häufige Fragen

Sind tropische Infektionskrankheiten wirklich in Deutschland angekommen?

Noch dominieren reisemedizinische Fälle – doch die Asiatische Tigermücke hat sich in Teilen Deutschlands etabliert, das West-Nil-Virus wurde hierzulande bereits nachgewiesen. Die epidemiologische Lage verändert sich.

Welche Erreger sind besonders relevant?

Im Fokus stehen Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren sowie das West-Nil-Virus – allesamt vektorübertragen und mit teils charakteristischen Hautmanifestationen.

Welche Rolle spielt die Haut bei der Früherkennung?

Exantheme und Hautveränderungen gehören häufig zu den ersten klinischen Zeichen. Dermatologen sind daher entscheidend für die frühzeitige Einordnung verdächtiger Befunde.

Was bedeutet das für den Praxisalltag?

Fieberhafte Erkrankungen mit Exanthem sollten differenzialdiagnostisch auch vektorübertragene Infektionen einschließen – unabhängig von einer Reiseanamnese.

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Bepanthen® Pflichttext

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Wirkstoffe: Dexpanthenol und Chlorhexidinbis(D-gluconat)

Bepanthen® AUGEN- UND NASENSALBE, Bepanthen® LÖSUNG, Bepanthen® WUND- UND HEILSALBE

Wirkstoff: Dexpanthenol

Zusammensetzung:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

1g Creme enthält als Wirkstoffe: 5 mg Chlorhexidinbis (D-gluconat), 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Macrogolstearat 1500; Glycerolmonostearat 40-55; Cetomacrogol 1000; Dickflüssiges Paraffin; Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Dimeticon 1000; Glycerol 85%; Hartparaffin; Hyetellose; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: rac-(3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Wollwachs; Dickflüssiges Paraffin; Weißes Vaselin; Gereinigtes Wasser.

Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe enthält keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe.

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1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Gebleichtes Wachs; Dickflüssiges Paraffin; Dünnflüssiges Paraffin-Weißes Vaselin-Ceresin-Glycerolmonooleate (veg.)-Wollwachsalkohole-Gemisch (Protegin X); Gereinigtes Wasser; Cetylalkohol (Ph.Eur.); Mandelöl; Stearylalkohol (Ph.Eur.); Weißes Vaselin; Wollwachs.

Anwendungsgebiete:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Zur antiseptischen Behandlung von oberflächlichen Wunden; Schürf-, Riss-, Platz- und Kratzwunden.

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Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Hautschädigungen an der Hornhaut, Bindehaut bzw. Nasenschleimhaut.

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Zur Unterstützung der Heilung von Haut- und Schleimhautläsionen verschiedener Ätiologie.

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Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

 

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Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin, Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei tiefen oder sezernierenden Wunden, Ulcus cruris und unter Verwendung eines Okklusivverbandes.

Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® Lösung; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

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Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Nebenwirkungen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME; Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® LÖSUNG; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Allergischen Hautreaktionen wie z.B. Kontaktdermatitis, allergische Dermatitis, Juckreiz, Rötung, Ekzem, Ausschlag, Nesselsucht, Hautreizung und Bläschen.

Für Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME zusätzlich:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion und anaphylaktischer Schock (potentiell lebensbedrohlich) mit entsprechenden Manifestationen bzgl. Labor und Klinik einschließlich Asthma Syndrom, leichte bis mittelschwere Reaktionen, die potentiell Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Herz-Kreislauf-System beeinflussen, einschließlich Symptomen wie z.B. Ausschlag, Nesselsucht, Ödeme, Juckreiz, Herz- und Atembeschwerden.

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Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

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Enthält Natriumbenzoat, Methyl(4-hydroxybenzoat), Propyl(4-hydroxybenzoat). Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit den Augen vermeiden.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Enthält Wollwachs, Stearylalkohol und Cetylalkohol. Packungsbeilage beachten. Kontakt mit den Augen vermeiden.

Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland

Stand: 03/2024

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