Environmental Stress und Ocular Surface Disease: Warum die Schleimhautbarriere zunehmend in den Fokus rückt

Nahaufnahme vom Gesicht einer Frau im Halbdunkel. Die Frau deckt den unteren Bereich ihres Gesichts mit dem Unterarm ab.
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Drei Kernaussagen für die Praxis:

  • Umweltfaktoren (Luftschadstoffe, trockene Luft, Bildschirmarbeit) können zur Entstehung und Verschlechterung von Ocular Surface Diseases beitragen.
  • Eine intakte Schleimhautbarriere ist entscheidend für die Homöostase der Augenoberfläche und stellt einen wichtigen Ansatzpunkt in Prävention und Therapie dar.
  • Bei langfristiger Anwendung können konservierungsmittelfreie Formulierungen dazu beitragen, zusätzliche Belastungen der Augenoberfläche zu vermeiden.

Ocular Surface Disease: Environmental Stress als unterschätzter Risikofaktor

Die Augenoberfläche steht in ständigem Kontakt mit ihrer Umwelt. Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen, Bildschirmarbeit, UV-Strahlung, Wind oder Luftverschmutzung wirken täglich auf Tränenfilm und Schleimhautbarriere ein. Die Gesamtheit dieser Einflüsse wird unter dem Begriff „Exposome“ zusammengefasst. Gemeint sind sämtliche Umweltfaktoren, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist und die seine Gesundheit beeinflussen können. (1)

Environmental Stress gilt heute als wichtiger Einflussfaktor bei der Entstehung und Verschlechterung von Ocular Surface Diseases (OSD). Hierzu zählt insbesondere die Dry Eye Disease (DED), eine multifaktorielle Erkrankung, die mit einer Störung der Homöostase des Tränenfilms und entzündlichen Veränderungen der Augenoberfläche einhergeht. (1,2) Typische Beschwerden sind Trockenheitsgefühl, Brennen, Reizungen sowie schwankende oder eingeschränkte Sehqualität – Symptome, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und Alltagsaktivitäten sowie Produktivität negativ beeinflussen können. (2)

Schleimhautbarriere der Augenoberfläche: mehr als nur eine passive Schutzschicht

Eine zentrale Rolle für die Gesundheit der Augenoberfläche spielt die epitheliale Barriere von Hornhaut und Bindehaut. Gemeinsam mit dem Tränenfilm bildet sie ein funktionelles Schutzsystem, das das Auge vor Umweltreizen, Schadstoffen und Mikroorganismen schützt. Als Teil der ocular surface unit trägt sie wesentlich zur Aufrechterhaltung der Homöostase und zur Stabilität des Tränenfilms bei. (1)

Die Augenoberfläche erfüllt nicht nur eine physische Schutzfunktion, sondern wirkt auch als aktiver Bestandteil der lokalen Immunabwehr. Die verschiedenen Komponenten der Augenoberfläche bilden dabei eine funktionelle Einheit, die immunologische Antworten koordinieren kann. Die epithelialen Zellen können auf äußere Reize reagieren und über verschiedene Signalwege immunologische und entzündliche Prozesse anstoßen. Eine intakte Schleimhautbarriere ist daher entscheidend für den Schutz der Augenoberfläche gegenüber äußeren Einflüssen und die Aufrechterhaltung ihrer physiologischen Funktionen. (1)

Luftverschmutzung, trockene Luft und Bildschirmarbeit: Was die Barriere konkret belastet

Wird die Augenoberfläche dauerhaft Umweltstress ausgesetzt, können die natürlichen Schutzmechanismen überfordert werden. Besonders gut untersucht sind Luftschadstoffe wie Feinstaub, Ozon oder Stickstoffdioxid: Sie können Entzündungsreaktionen sowie oxidativen Stress fördern, die Schleimhautbarriere beeinträchtigen und den Tränenfilm destabilisieren. Die geschwächte Barriere macht die Augenoberfläche anfälliger für weitere Belastungen – ein selbstverstärkender Kreislauf aus Barriereverlust, Entzündung und zunehmender Symptomatik kann entstehen. (2,3)

Auch klimatische Bedingungen beeinflussen die Augenoberfläche. Niedrige Luftfeuchtigkeit erhöht die Verdunstung des Tränenfilms und begünstigt eine Hyperosmolarität der Tränenflüssigkeit – einen zentralen Mechanismus der Dry Eye Disease. Gleichzeitig kann trockene Luft die Lipidschicht des Tränenfilms destabilisieren und die Augenoberfläche anfälliger für Reizungen machen. (2,3,5)

Hinzu kommen moderne Lebens- und Arbeitsbedingungen. Bei längerer Bildschirmarbeit sinkt die Lidschlagfrequenz, wodurch der Tränenfilm schneller verdunstet. In Kombination mit klimatisierten Innenräumen entsteht ein Umfeld, das die Augenoberfläche dauerhaft belastet. Die Folge kann ein selbstverstärkender Kreislauf aus Barriereverlust, Entzündung und zunehmender Symptomatik sein. (2,5)

Wichtigste Umwelt-Risikofaktoren für die Augenoberfläche im Überblick:

  • Luftschadstoffe: Feinstaub (PM2,5 / PM10), Ozon, Stickstoffdioxid
  • Niedrige Luftfeuchtigkeit (Heizungsluft, Klimaanlage)
  • Hohe Bildschirmarbeitszeit (reduzierte Lidschlagfrequenz)
  • UV-Strahlung, Wind, Temperaturextreme
  • Kombination mehrerer Faktoren im Alltag besonders problematisch

Barriereerhalt in der Praxis: von Umweltoptimierung bis Präparatewahl

Vor dem Hintergrund chronischer Umweltbelastungen rückt die Stabilisierung der Augenoberfläche zunehmend in den Fokus. Neben der Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen gewinnen deshalb Maßnahmen an Bedeutung, die Feuchthaltung und Regeneration der Schleimhautbarriere unterstützen können. (1,2)

Dazu gehört auch die Berücksichtigung von Umweltfaktoren im Alltag. Hierzu zählen beispielsweise die Optimierung von Raumluftfeuchtigkeit und Raumtemperatur sowie die Reduktion von Innenraumschadstoffen. Ziel ist es, zusätzliche Umweltbelastungen zu reduzieren und günstige Bedingungen für die Stabilität der Augenoberfläche zu schaffen. (2,3,5)

Auch die Zusammensetzung lokal angewendeter Präparate verdient besondere Aufmerksamkeit. So weisen neuere Untersuchungen darauf hin, dass Konservierungsmittel wie Benzalkoniumchlorid (BAK) die Augenoberfläche zusätzlich belasten können. Anwender konservierungsmittelhaltiger Tränenersatzmittel berichten dabei häufiger über Beschwerden wie Juckreiz und verschwommenes Sehen als Anwender konservierungsmittelfreier Formulierungen. (4)

Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe kann bei oberflächlichen Schädigungen der Binde-und Hornhaut des Auges sowie der Nasenschleimhaut angewendet werden. Mit dem Wirkstoff Dexpanthenol fördert sie die schnelle Heilung und Regeneration geschädigter Haut. Darüber hinaus eignet sie sich zur unterstützenden Behandlung oberflächlicher Hornhautverletzungen und zur Nachbehandlung von Nasenoperationen in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. Unter Laborbedingungen konnte zudem gezeigt werden, dass die Salbe auf der Nasenschleimhaut eine physikalische Barriere gegenüber Pollen bildet und dadurch die Pollenbelastung reduzieren kann.

FAQ / Häufige Fragen

Warum wird die Schleimhautbarriere der Augenoberfläche heute stärker beachtet als früher?

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die Schleimhautbarriere weit mehr ist als eine passive Schutzschicht. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität des Tränenfilms, die Immunabwehr und die Regeneration der Augenoberfläche. Wird diese Barriere durch Umweltstress geschädigt, können Entzündungsprozesse entstehen oder verstärkt werden, die zur Entwicklung und Chronifizierung von Ocular Surface Diseases beitragen. (1)

Welche Umweltfaktoren stellen das größte Risiko für die Augenoberfläche dar?

Zu den wichtigsten Belastungsfaktoren zählen Luftverschmutzung, Feinstaub, Ozon, trockene Luft, Klimaanlagen sowie intensive Bildschirmarbeit. Diese Faktoren können die Verdunstung des Tränenfilms erhöhen, oxidativen Stress fördern und die Barrierefunktion der Augenoberfläche beeinträchtigen. Besonders problematisch ist die dauerhafte Kombination mehrerer Belastungen im Alltag. (2,3,5)

Welche Bedeutung haben konservierungsmittelfreie Präparate bei chronischen Beschwerden der Augenoberfläche?

Da viele Betroffene Tränenersatzmittel oder pflegende Präparate langfristig anwenden, gewinnt deren Verträglichkeit zunehmend an Bedeutung. Konservierungsmittel wie Benzalkoniumchlorid können die Augenoberfläche zusätzlich belasten und Beschwerden verstärken. Deshalb werden insbesondere bei einer dauerhaften Anwendung konservierungsmittelfreie Formulierungen bevorzugt. Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe kann bei oberflächlichen Schädigungen der Binde-und Hornhaut des Auges sowie der Nasenschleimhaut angewendet werden. Mit dem Wirkstoff Dexpanthenol fördert sie die schnelle Heilung und Regeneration geschädigter Haut.

Quellen:

  1. Hong M, Tong L, Mehta JS, Ong HS. Impact of Exposomes on Ocular Surface Diseases. Int J Mol Sci. 2023;24(14):11273. https://doi.org/10.3390/ijms241411273
  2. Patel S, Mittal R, Kumar N, Galor A. The Environment and Dry Eye—Manifestations, Mechanisms, and More. Front Toxicol. 2023;5:1173683. DOI: 10.3389/ftox.2023.1173683
  3. Mandell JT, Idarraga M, Kumar N, Galor A. Impact of Air Pollution and Weather on Dry Eye. J Clin Med. 2020;9(11):3740. DOI: 10.3390/jcm9113740
  4. Sjö A, Rovelt J, Ahrenberg S, Kolko M. Preservatives in Artificial Tears: Assessing Impact on Dry Eye Symptoms. Acta Ophthalmol. 2025;103:823–830. DOI: 10.1111/aos.17500
  5. Craig JP et al. TFOS Lifestyle Report: Impact of Environmental Conditions on the Ocular Surface. Ocul Surf. 2023. DOI: 10.1016/j.jtos.2023.04.007

Autorin: Laura Dogs (Medical Writerin (OTC/Rx) / Health & Lifestyle / Mobility)

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Bepanthen® Pflichttext

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Bepanthe® ANTISEPTISCHE WUNDCREME

Wirkstoffe: Dexpanthenol und Chlorhexidinbis(D-gluconat)

Bepanthen® AUGEN- UND NASENSALBE, Bepanthen® LÖSUNG, Bepanthen® WUND- UND HEILSALBE

Wirkstoff: Dexpanthenol

Zusammensetzung:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

1g Creme enthält als Wirkstoffe: 5 mg Chlorhexidinbis (D-gluconat), 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Macrogolstearat 1500; Glycerolmonostearat 40-55; Cetomacrogol 1000; Dickflüssiges Paraffin; Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Dimeticon 1000; Glycerol 85%; Hartparaffin; Hyetellose; Gereinigtes Wasser.

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Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe enthält keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe.

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1 ml Lösung enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Natriumbenzoat; Methyl(4-hydroxybenzoat); Propyl(4-hydroxybenzoat); (3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Gereinigtes Wasser.

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1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Gebleichtes Wachs; Dickflüssiges Paraffin; Dünnflüssiges Paraffin-Weißes Vaselin-Ceresin-Glycerolmonooleate (veg.)-Wollwachsalkohole-Gemisch (Protegin X); Gereinigtes Wasser; Cetylalkohol (Ph.Eur.); Mandelöl; Stearylalkohol (Ph.Eur.); Weißes Vaselin; Wollwachs.

Anwendungsgebiete:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Zur antiseptischen Behandlung von oberflächlichen Wunden; Schürf-, Riss-, Platz- und Kratzwunden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Hautschädigungen an der Hornhaut, Bindehaut bzw. Nasenschleimhaut.

Bepanthen® LÖSUNG:

Zur Unterstützung der Heilung von Haut- und Schleimhautläsionen verschiedener Ätiologie.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

 

Gegenanzeigen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin, Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei tiefen oder sezernierenden Wunden, Ulcus cruris und unter Verwendung eines Okklusivverbandes.

Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® Lösung; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Für Bepanthen® LÖSUNG zusätzlich:

Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Nebenwirkungen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME; Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® LÖSUNG; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Allergischen Hautreaktionen wie z.B. Kontaktdermatitis, allergische Dermatitis, Juckreiz, Rötung, Ekzem, Ausschlag, Nesselsucht, Hautreizung und Bläschen.

Für Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME zusätzlich:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion und anaphylaktischer Schock (potentiell lebensbedrohlich) mit entsprechenden Manifestationen bzgl. Labor und Klinik einschließlich Asthma Syndrom, leichte bis mittelschwere Reaktionen, die potentiell Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Herz-Kreislauf-System beeinflussen, einschließlich Symptomen wie z.B. Ausschlag, Nesselsucht, Ödeme, Juckreiz, Herz- und Atembeschwerden.

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Bepanthen® Augen- und Nasensalbe: Bei Anwendung am Auge ist kurzfristig eine leichte Sehbeeinträchtigung möglich.

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Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

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