BVDD-Realitätscheck: Warum Handekzeme mehr Aufmerksamkeit brauchen

Frau, die sich an der Hand kratzt
© iStock / ipopba

Auf einen Blick:

  • Feuchtarbeit und Chemikalienkontakt sind zentrale Auslöser für das Handekzem.
  • Unbehandelt droht Chronifizierung mit erheblicher Einschränkung der Berufsfähigkeit.
  • Frühes Eingreifen und konsequenter Hautschutz sind entscheidend zur Vermeidung schwerer Verläufe.

Wenn die Hände zum Risikofaktor werden

Unsere Hände sind täglich unzähligen Belastungen ausgesetzt. Für viele Menschen gehören häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel, Schutzhandschuhe oder der Kontakt mit hautreizenden Stoffen zum Berufsalltag. Was zunächst mit trockener Haut, Rötungen oder leichtem Juckreiz beginnt, kann sich jedoch zu einer chronischen Erkrankung entwickeln, die weit über kosmetische Aspekte hinausgeht. Beruflich bedingte Hauterkrankungen zählen nach Angaben des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen (BVDD) zu den am häufigsten gemeldeten Berufserkrankungen in Deutschland. Im Mittelpunkt steht dabei das Handekzem – eine Erkrankung, die nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern im schlimmsten Fall auch die weitere Berufsausübung gefährden kann. Gerade deshalb rückt die Berufsdermatologie zunehmend in den Fokus von Prävention, Diagnostik und Therapie.

Viele Berufe, ein gemeinsames Risiko

Besonders gefährdet sind Menschen, die mit ihren Händen arbeiten. Ob in der Pflege, im Friseurhandwerk, in der Lebensmittelverarbeitung, bei Reinigungsarbeiten oder im Handwerk – ihre Haut ist täglich Feuchtigkeit, Desinfektionsmitteln, Chemikalien und mechanischer Beanspruchung ausgesetzt. Lange kann die Haut solche Belastungen ausgleichen. Doch irgendwann gerät die natürliche Schutzbarriere an ihre Grenzen. Trockenheit, Rötungen und Juckreiz sind oft die ersten Warnzeichen. Ohne rechtzeitige Gegenmaßnahmen kann daraus ein chronisches Handekzem entstehen, das nicht nur die Hautgesundheit, sondern auch die berufliche Tätigkeit beeinträchtigt. Genau deshalb reicht es häufig nicht aus, allein die Hautveränderungen zu behandeln. Entscheidend ist auch, die auslösenden Belastungen am Arbeitsplatz zu identifizieren und zu minimieren. Erst das Zusammenspiel von Therapie, Hautschutz und Prävention schafft die Grundlage für eine nachhaltige Kontrolle der Erkrankung.

Frühzeitiges Handeln kann Chronifizierung verhindern

Ein zentrales Anliegen der Berufsdermatologie ist die möglichst frühe Erkennung beruflich bedingter Hauterkrankungen. Denn gerade beim Handekzem entscheidet der Zeitpunkt des Eingreifens häufig darüber, ob die Erkrankung kontrollierbar bleibt oder einen chronischen Verlauf nimmt. Neben einer konsequenten dermatologischen Behandlung spielen präventive Maßnahmen eine Schlüsselrolle. Dazu gehören geeignete Hautschutz- und Pflegekonzepte, die Anpassung belastender Arbeitsabläufe sowie der sachgerechte Einsatz persönlicher Schutzausrüstung. Ziel ist es, die Barrierefunktion der Haut zu stärken und weitere Schädigungen frühzeitig zu verhindern. Gelingt dies rechtzeitig, lassen sich Chronifizierungen häufig vermeiden. Gleichzeitig steigen die Chancen, die Hautgesundheit langfristig zu stabilisieren und die berufliche Tätigkeit dauerhaft zu erhalten.

Berufsdermatologie verbindet Medizin und Prävention

Anders als viele andere Hauterkrankungen erfordert das berufliche Handekzem häufig einen interdisziplinären Ansatz. Dermatologen, Arbeitsmediziner, Unfallversicherungsträger und Arbeitgeber verfolgen dabei ein gemeinsames Ziel: den Erhalt der Hautgesundheit und der Erwerbsfähigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich hierfür strukturierte Präventionsprogramme etabliert. Sie setzen bereits bei ersten Hautveränderungen an und unterstützen Betroffene dabei, ihre berufliche Tätigkeit trotz bestehender Hautprobleme fortzuführen. Damit gewinnt die Berufsdermatologie zunehmend eine Bedeutung, die weit über die klassische Behandlung einzelner Hautbefunde hinausgeht.

Hautgesundheit schützt auch die berufliche Zukunft

Beruflich bedingte Handekzeme zeigen eindrucksvoll, wie eng Hautgesundheit, Prävention und Arbeitsleben miteinander verknüpft sind. Die Erkrankung betrifft nicht nur die Haut, sondern kann auch die berufliche und soziale Teilhabe erheblich beeinflussen. Umso wichtiger sind Konzepte, die medizinische Versorgung, Hautschutz und Prävention frühzeitig miteinander verbinden. Welche Bedeutung berufliche Belastungen für die Hautgesundheit haben und welche Strategien heute zur Prävention und Versorgung zur Verfügung stehen, wird auch im Rahmen des CME-zertifizierten Online-Dermatologiekongresses „Vulkan Haut – Ent-Zündungen des Integuments in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter“ diskutiert.

FAQ / Häufige Fragen

Warum sind Handekzeme so häufig eine Berufserkrankung?

Viele Berufe – etwa in der Pflege, im Friseurhandwerk oder in der Lebensmittelverarbeitung – belasten die Haut täglich durch Feuchtigkeit, Desinfektionsmittel und Chemikalien. Irgendwann gerät die natürliche Schutzbarriere an ihre Grenzen, und es entsteht ein Handekzem.

Ab wann wird ein Handekzem chronisch?

Ohne rechtzeitige Behandlung und Prävention kann sich ein Handekzem chronifizieren. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Eingreifens: Je früher Hautveränderungen erkannt und behandelt werden, desto besser sind die Chancen, einen chronischen Verlauf zu verhindern.

Welche Maßnahmen schützen die Haut am Arbeitsplatz?

Geeignete Hautschutzprodukte, angepasste Arbeitsabläufe und der sachgerechte Einsatz persönlicher Schutzausrüstung stärken die Hautbarriere. Das Zusammenspiel aus Therapie, Hautschutz und Prävention ist entscheidend für eine nachhaltige Kontrolle der Erkrankung.

Wer ist an der Versorgung berufsbedingter Handekzeme beteiligt?

Berufliche Handekzeme erfordern einen interdisziplinären Ansatz: Dermatolog:innen, Arbeitsmediziner:innen, Unfallversicherungsträger:innen und Arbeitgeber:innen arbeiten gemeinsam daran, die Hautgesundheit zu erhalten und die Erwerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Quellen:

  1. Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Berufsdermatologie. 2026.
  2. Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI). Berufliche Hauterkrankungen. 2026.

Autor: Dr. Christian Kretschmer

Für weitere Informationen und zur Anmeldung des Spektrum Dermatologie Kongresses gelangen Sie auch hier!

Folgen Sie auch unserem LinkedIn-Kanal Spektrum Dermatologie und bleiben Sie stets über aktuelle Kongressnews und Fachinformationen rund um die Dermatologie informiert.

Zurück zur Übersicht

Bepanthen® Pflichttext

Bepanthen® Pflichttext

Bepanthe® ANTISEPTISCHE WUNDCREME

Wirkstoffe: Dexpanthenol und Chlorhexidinbis(D-gluconat)

Bepanthen® AUGEN- UND NASENSALBE, Bepanthen® LÖSUNG, Bepanthen® WUND- UND HEILSALBE

Wirkstoff: Dexpanthenol

Zusammensetzung:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

1g Creme enthält als Wirkstoffe: 5 mg Chlorhexidinbis (D-gluconat), 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Macrogolstearat 1500; Glycerolmonostearat 40-55; Cetomacrogol 1000; Dickflüssiges Paraffin; Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Dimeticon 1000; Glycerol 85%; Hartparaffin; Hyetellose; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: rac-(3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Wollwachs; Dickflüssiges Paraffin; Weißes Vaselin; Gereinigtes Wasser.

Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe enthält keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe.

Bepanthen® LÖSUNG:

1 ml Lösung enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Natriumbenzoat; Methyl(4-hydroxybenzoat); Propyl(4-hydroxybenzoat); (3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Gebleichtes Wachs; Dickflüssiges Paraffin; Dünnflüssiges Paraffin-Weißes Vaselin-Ceresin-Glycerolmonooleate (veg.)-Wollwachsalkohole-Gemisch (Protegin X); Gereinigtes Wasser; Cetylalkohol (Ph.Eur.); Mandelöl; Stearylalkohol (Ph.Eur.); Weißes Vaselin; Wollwachs.

Anwendungsgebiete:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Zur antiseptischen Behandlung von oberflächlichen Wunden; Schürf-, Riss-, Platz- und Kratzwunden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Hautschädigungen an der Hornhaut, Bindehaut bzw. Nasenschleimhaut.

Bepanthen® LÖSUNG:

Zur Unterstützung der Heilung von Haut- und Schleimhautläsionen verschiedener Ätiologie.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

 

Gegenanzeigen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin, Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei tiefen oder sezernierenden Wunden, Ulcus cruris und unter Verwendung eines Okklusivverbandes.

Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® Lösung; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Für Bepanthen® LÖSUNG zusätzlich:

Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Nebenwirkungen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME; Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® LÖSUNG; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Allergischen Hautreaktionen wie z.B. Kontaktdermatitis, allergische Dermatitis, Juckreiz, Rötung, Ekzem, Ausschlag, Nesselsucht, Hautreizung und Bläschen.

Für Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME zusätzlich:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion und anaphylaktischer Schock (potentiell lebensbedrohlich) mit entsprechenden Manifestationen bzgl. Labor und Klinik einschließlich Asthma Syndrom, leichte bis mittelschwere Reaktionen, die potentiell Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Herz-Kreislauf-System beeinflussen, einschließlich Symptomen wie z.B. Ausschlag, Nesselsucht, Ödeme, Juckreiz, Herz- und Atembeschwerden.

Für Bepanthen® LÖSUNG zusätzlich:

Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Auswirkungen auf Kraftfahrer und die Bedienung von Maschinen:

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe: Bei Anwendung am Auge ist kurzfristig eine leichte Sehbeeinträchtigung möglich.

Hinweise:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten.

Bepanthen® LÖSUNG:

Enthält Natriumbenzoat, Methyl(4-hydroxybenzoat), Propyl(4-hydroxybenzoat). Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit den Augen vermeiden.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Enthält Wollwachs, Stearylalkohol und Cetylalkohol. Packungsbeilage beachten. Kontakt mit den Augen vermeiden.

Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland

Stand: 03/2024

Navigation Schließen Suche E-Mail Telefon Kontakt Pfeil nach unten Pfeil nach oben Pfeil nach links Pfeil nach rechts Standort Download Externer Link Startseite Geschützt Pfeil nach unten Pfeil nach rechts Feedback Häkchen Dauer Dokumentation Beobachtung Beta-Phase Stern Struktur