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Gender-Medizin in der Dermatologie: Warum das Geschlecht die Hautgesundheit prägt

Gender-Medizin in der Dermatologie
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Die Gender-Medizin hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil der klinischen Forschung etabliert. Neben bekannten Beispielen aus der Kardiologie oder Pharmakologie rücken zunehmend auch dermatologische Fragestellungen in den Fokus. Geschlechtsspezifische Unterschiede betreffen zentrale Aspekte wie Wundheilung, Narbenbildung und chronisch-entzündliche Hauterkrankungen, insbesondere die atopische Dermatitis (1–4). Für die dermatologische Praxis ergibt sich daraus die Notwendigkeit, biologisches Geschlecht (Sex) und genderbezogene Einflussfaktoren systematisch in Prävention, Therapie und Nachsorge zu berücksichtigen.

Hautstruktur und Narbenbildung: geschlechtsspezifische Muster

Die Haut von Männern und Frauen unterscheidet sich in mehreren strukturellen und funktionellen Eigenschaften. Männerhaut ist im Durchschnitt dicker und weist eine höhere Kollagendichte sowie eine stärkere Talgproduktion auf, während bei Frauen unter anderem Unterschiede in Hydratation, transepidermalem Wasserverlust und pH-Wert beschrieben sind (1,3). Frauen zeigen zudem geschlechtsspezifische Besonderheiten der Hautimmunität, die unter anderem mit einer höheren Häufigkeit immunvermittelter Erkrankungen einhergehen (3).

Diese Unterschiede zeigen sich auch in der Narbenbildung. Untersuchungen an postoperativem humanem Hautgewebe zeigen, dass Narben bei Männern häufiger durch eine dichtere, parallel orientierte Kollagen‑I‑reiche Struktur mit vermehrter Elastin-Expression und höherer Myofibroblastenaktivität geprägt sind, während sich bei Frauen im Narbenareal eher ein höherer Kollagen‑III‑Anteil und adipogene Signaturen finden lassen (1). Dadurch sind Narben bei Männern meist rigider, bei Frauen elastischer (1).

Wundheilung: Einfluss von Geschlecht und Entzündungsdynamik

Auch der Verlauf der Wundheilung unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern: Präklinische und klinische Daten zeigen, dass das Zusammenspiel von Sexhormonen, Immunzellen und Hautstruktur geschlechtsspezifische Muster der Entzündungs- und Reparaturphase beeinflusst (2–4). In einem diabetischen Mausmodell zeigten männliche Tiere eine stärker entzündlich geprägte Makrophagenantwort mit mehr MMP-9-positiven und weniger AdipoR1-positiven Makrophagen als weibliche Tiere, was mit einer tendenziell schlechteren Wundheilung einherging (2). Besonders relevant ist dies bei Menschen mit Diabetes mellitus: Männer entwickeln häufiger chronische Wunden wie diabetische Fußulzera und zeigen im Mittel schwerere Verläufe, darunter tiefere oder infizierte Ulzera sowie höhere Amputationsraten (2,3). Bei Frauen beeinflussen hingegen hormonelle Veränderungen – wie etwa Östrogenmangel in der Menopause oder Hormontherapien – den Heilungsverlauf und sollten in der dermatologischen Nachsorge berücksichtigt werden (1,3).

Atopische Dermatitis: Unterschiede im Verlauf und Therapieansprechen

Die atopische Dermatitis stellt ein gut untersuchtes Beispiel für geschlechtsspezifische Unterschiede in der Dermatologie dar (3,4). Während die Erkrankung im Kindesalter etwas häufiger bei Jungen auftritt, wenden sich die Prävalenzen nach der Pubertät um – im Erwachsenenalter sind in vielen Kohorten überwiegend Frauen betroffen, insbesondere zwischen 30 und 49 Jahren (4). Diese Frauen berichten zudem häufiger über persistierende und zyklisch schwankende Verläufe, die oft auf hormonelle Veränderungen im Menstruationszyklus oder während einer Schwangerschaft zurückzuführen sind (3,4).

Studien zeigen, dass weibliche Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron Entzündungsprozesse und die Barrierefunktion der Haut beeinflussen und damit den Verlauf der atopischen Dermatitis mitprägen. Androgene wirken dagegen eher entzündungshemmend (3,4).

Diese Unterschiede zeigen sich auch im Therapieansprechen: Bei gezielten systemischen Therapien wie Dupilumab erzielen erwachsene Frauen im Mittel höhere Ansprechraten als Männer (4). Entsprechend sollten geschlechtsspezifische Aspekte bei Therapieentscheidung, Monitoring und Beratung berücksichtigt werden – besonders bei Frauen im gebärfähigen Alter sowie in Schwangerschaft und Stillzeit (3,4).

Bedeutung für Hautpflege und Wundmanagement

Die verfügbaren Daten zeigen, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in Hautstruktur, Entzündungsneigung und Heilungsverlauf die dermatologische Versorgung maßgeblich beeinflussen (1–4). Vor diesem Hintergrund kommt einer konsequenten, barriereerhaltenden und regenerationsfördernden Hautpflege eine besondere Bedeutung zu – sowohl im Rahmen der Wundnachsorge als auch bei chronisch belasteter oder vorgeschädigter Haut. Eine solche Pflege sollte die individuellen Risikokonstellationen von Patientinnen und Patienten – einschließlich Sex- und Genderaspekten – in den Blick nehmen (3,4).

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe wird in der dermatologischen Praxis seit vielen Jahren zur Pflege geschädigter Haut eingesetzt. Dexpanthenol unterstützt die Regeneration der Haut, fördert die Wiederherstellung der Barrierefunktion und trägt zur Reduktion des transepidermalen Wasserverlusts bei. Diese Eigenschaften sind grundsätzlich unabhängig vom Geschlecht relevant und können – vor dem Hintergrund geschlechtsspezifischer Unterschiede in Wundheilung und Narbenbildung – einen wichtigen Beitrag zur unterstützenden Versorgung leisten.

Insbesondere im Anschluss an operative Eingriffe, bei irritierter Haut oder im Rahmen der Wundnachsorge kann eine gut verträgliche, barriereunterstützende Pflege wie die Bepanthen® Wund- und Heilsalbe dazu beitragen, den Heilungsverlauf positiv zu begleiten und die Hautfunktion langfristig zu stabilisieren – als integraler Bestandteil eines ganzheitlichen, geschlechtssensiblen Behandlungsansatzes.

Literaturübersicht:

  1. Gawronska-Kozak B, Kopcewicz M, Machcinska-Zielinska S, et al. Gender differences in post-operative human skin. Biomedicines. 2023;11:2653.
  2. Huang CX, Siwan E, Baker CJ, et al. Uncovering sex-related differences in skin macrophage polarization during wound healing in diabetic mice. Front Biosci (Landmark Ed). 2025;30:271–313.
  3. Lagacé F, D’Aguanno K, Prosty C, et al. The role of sex and gender in dermatology: from pathogenesis to clinical implications. J Cutan Med Surg. 2023;27(4):NP1–NP36.
  4. Maurelli M, Gisondi P, Del Giglio M, Girolomoni G. Sex differences in epidemiology, mechanisms, and management of atopic dermatitis. Dermatol Ther. 2025;38:6670747.

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Bepanthe® ANTISEPTISCHE WUNDCREME

Wirkstoffe: Dexpanthenol und Chlorhexidinbis(D-gluconat)

Bepanthen® AUGEN- UND NASENSALBE, Bepanthen® LÖSUNG, Bepanthen® WUND- UND HEILSALBE

Wirkstoff: Dexpanthenol

Zusammensetzung:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

1g Creme enthält als Wirkstoffe: 5 mg Chlorhexidinbis (D-gluconat), 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Macrogolstearat 1500; Glycerolmonostearat 40-55; Cetomacrogol 1000; Dickflüssiges Paraffin; Cetylstearylalkohol (Ph. Eur.); Dimeticon 1000; Glycerol 85%; Hartparaffin; Hyetellose; Gereinigtes Wasser.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: rac-(3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Wollwachs; Dickflüssiges Paraffin; Weißes Vaselin; Gereinigtes Wasser.

Die Bepanthen® Augen- und Nasensalbe enthält keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe.

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1 ml Lösung enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Natriumbenzoat; Methyl(4-hydroxybenzoat); Propyl(4-hydroxybenzoat); (3R)-3-Hydroxy-4,4-dimethyloxolan-2-on; Gereinigtes Wasser.

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1 g Salbe enthält als Wirkstoff: 50 mg Dexpanthenol. Sonstige Bestandteile: Gebleichtes Wachs; Dickflüssiges Paraffin; Dünnflüssiges Paraffin-Weißes Vaselin-Ceresin-Glycerolmonooleate (veg.)-Wollwachsalkohole-Gemisch (Protegin X); Gereinigtes Wasser; Cetylalkohol (Ph.Eur.); Mandelöl; Stearylalkohol (Ph.Eur.); Weißes Vaselin; Wollwachs.

Anwendungsgebiete:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Zur antiseptischen Behandlung von oberflächlichen Wunden; Schürf-, Riss-, Platz- und Kratzwunden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Hautschädigungen an der Hornhaut, Bindehaut bzw. Nasenschleimhaut.

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Zur Unterstützung der Heilung von Haut- und Schleimhautläsionen verschiedener Ätiologie.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

 

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Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Chlorhexidin, Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei tiefen oder sezernierenden Wunden, Ulcus cruris und unter Verwendung eines Okklusivverbandes.

Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® Lösung; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol oder einen der sonstigen Bestandteile.

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Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat oder Propyl-4-hydroxybenzoat.

Nebenwirkungen:

Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME; Bepanthen® Augen- und Nasensalbe; Bepanthen® LÖSUNG; Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Allergischen Hautreaktionen wie z.B. Kontaktdermatitis, allergische Dermatitis, Juckreiz, Rötung, Ekzem, Ausschlag, Nesselsucht, Hautreizung und Bläschen.

Für Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME zusätzlich:

Erkrankungen des Immunsystems und Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktion und anaphylaktischer Schock (potentiell lebensbedrohlich) mit entsprechenden Manifestationen bzgl. Labor und Klinik einschließlich Asthma Syndrom, leichte bis mittelschwere Reaktionen, die potentiell Haut, Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Herz-Kreislauf-System beeinflussen, einschließlich Symptomen wie z.B. Ausschlag, Nesselsucht, Ödeme, Juckreiz, Herz- und Atembeschwerden.

Für Bepanthen® LÖSUNG zusätzlich:

Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

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Bepanthen® ANTISEPTISCHE WUNDCREME:

Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit Auge, Ohr und Schleimhaut ist zu vermeiden.

Bepanthen® Augen- und Nasensalbe:

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Bepanthen® LÖSUNG:

Enthält Natriumbenzoat, Methyl(4-hydroxybenzoat), Propyl(4-hydroxybenzoat). Bitte Packungsbeilage beachten. Kontakt mit den Augen vermeiden.

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe:

Enthält Wollwachs, Stearylalkohol und Cetylalkohol. Packungsbeilage beachten. Kontakt mit den Augen vermeiden.

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Stand: 03/2024

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