UV-Strahlung – welche Faktoren in der Urlaubsplanung berücksichtigen?

UVB-Strahlung wird anteilig von der Ozonschicht absorbiert und durchdringt Kleidung und Fensterglas nicht. Der Anteil der UV-Strahlung der auf der Erde auftrifft ist unter anderem abhängig vom Breitengrad. Das Sonnenlicht hat die kürzeste Distanz bis zur Erdoberfläche in der Region des Äquators und damit die höchste Intensität und den höchsten Anteil an UVB-Strahlung, je höher der Breitengrad umso geringer die UV-Strahlung. Die Intensität der UV-Strahlung nimmt zusätzlich in der Höhe zu und hängt von der jeweiligen Jahreszeit ab – in den Sommermonaten erreicht ein größerer Anteil der UV-Strahlung die Erdoberfläche als in den Wintermonaten. Auch die Tageszeit beeinflusst die Menge an UV-Strahlung, wenn die Sonne am höchsten Punkt steht – in der Mittagszeit – ist sie am größten. Wolken beeinflussen lediglich den Anteil der UVB-Strahlung, nicht jedoch der UVA-Strahlung. Zusätzlich kann UV-Licht an Oberflächen wie beispielsweise dem Wasser, Schnee, Sand und vom Straßenbelag reflektiert werden.

Ein häufiges Argument für das Sonnenbaden in den Sommerurlauben ist der Vitamin-D-Haushalt. Je nach Hauttyp ist dies jedoch keinesfalls ein Argument exzessives Sonnenbaden zu betreiben. Gemäß einer Studie sind 9 Minuten Aufenthalt in der Mittagssonne von März bis September für lichtempfindliche Kaukasier ausreichend, um suffiziente Vitamin-D-Spiegel aufrecht zu erhalten (1). Da die Vitamin-D-Produktion abhängig ist von der UVB-Strahlung, ist insbesondere die Mittagssonne für die Produktion von Vitamin D, auf Grund der höheren UVB-Strahlung zu favorisieren (2) .

Folglich gilt im Umgang mit der UV-Strahlung im Hinblick auf das Risiko für die Entwicklung von nichtmelanozytärem und melanozytärem Hautkrebs, das ein verantwortungsvoller und aufgeklärter Umgang mit dem Risikofaktor UV-Strahlung insbesondere für Risikogruppen essentiell ist.

Literatur:

1 Webb AR et al.Nutrients. 2018 Apr 17;10(4):497. doi: 10.3390/nu10040497.

2 Grigalavicius M et al. Int J Dermatol. 2016 Jan;55(1):e23-8. doi: 10.1111/ijd.13065.

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